„Immobilien vom einem Bauträger zu erwerben, verspricht Kostentransparenz und hohe Qualitätsstandards“, sagt der selbstständige Immobilienberater Gerhard Steinbacher aus Oberursel und sein selbstständiger Direktor Immobilien Volker Schrödel, Filialgebiet Frankfurt/Fulda der Postbank Immobilien GmbH. Für Investoren käme es dabei auch auf die Lage an – und auf die Frage, wie groß das Potenzial an solventen Mietern in der Region sei.

Neubauimmobilien werden derzeit in vielen Regionen stark nachgefragt, da nach wie vor bezahlbarer Wohnraum knapp ist. Wir haben den Immobilienberater Gerhard Steinbacher und den Direktor Immobilien Volker Schrödel zu den Gründen dafür sowie zu den Vorteilen eines Neubaus für die Kunden im Detail befragt.

Sie vertreiben als Immobilienberater Eigentumswohnungen, Reihen- und Einfamilienhäuser, die von Bauträgern errichtet werden. Was sind die Vorteile für die Käufer?
Gerhard Steinbacher: „Käufer bekommen bei einem Bauträger alles aus einer Hand, verbunden mit den Vorteilen, die ein Neubau bietet: Die Wohneinheiten sind energetisch auf dem neuesten Stand, sie haben moderne Grundrisse und eine komplette Ausstattung je nach Leistungsbeschreibung. Bei den strengen Auflagen, die vom Gesetzgeber gefordert werden, sind die Energiekosten und die technischen Schallschutzmaßnahmen für den „Wohlfühleffekt“ enorm wichtig!“

 

Viele Käufer wünschen sich individuelle Lösungen für ihr Eigenheim. Bei Bauträger-Objekten gibt es immer die Sorge, es könne „nur einfach“ gebaut werden. Ist das ein Vorurteil?
Gerhard Steinbacher: „Unsere Vertragspartner sind, was die Kundenwünsche betrifft, inzwischen sehr flexibel. Und je früher ein Käufer seine Entscheidung für ein Objekt trifft, desto mehr kann er in der Bauphase noch mitbestimmen. „Nur einfach“, das gibt es so gut wie gar nicht mehr. Die Kunden wollen Qualität und wünschen sich auch Nachhaltigkeit beim Bau ihres Eigenheimes. Wer das nicht anbietet, hat es schwer auf dem Markt. Die Bauträger, mit denen ich zusammenarbeite, legen großen Wert auf hochwertige Lösungen und haben selbst einen hohen Anspruch an ihre eigene Leistung.“

 

 

Sind Bauträgerobjekte mit höheren Kosten verbunden?
Volker Schrödel: „Das Gegenteil ist der Fall. Auf den ersten Blick ist Neubau natürlich etwas teurer als Bestand. Der Vorteil für den Käufer liegt in der Kostentransparenz. Aus der Baubeschreibung geht detailliert hervor, was im Kaufpreis enthalten ist. Damit ist der Käufer mit einem Neubau auf der sicheren Seite, was die Folgekosten betreffen. Durch die Makler- und Bauträgerverordnung (MABV) ist der Käufer sehr gut abgesichert. Wichtig für jeden Käufer eines Neubaus: Postbank Immobilien arbeitet mit ausgewählten Bauträgern, die Erfahrung und eine gute Bonität haben. Bei einem Bestandsbau können schnell hohe Summen etwa für eine energetische Sanierung dazukommen.“

 

Warum sind solche Objekte für Investoren/Kapitalanleger interessant?
Gerhard Steinbacher: „Vorweggesagt: Das Interesse von Investoren an solchen Objekten ist groß. Bei einem Projekt zum Beispiel, das im nächsten Jahr im Frankfurter Raum bezugsfertig ist, standen 15 Eigentumswohnungen zum Verkauf, ein Drittel davon ging an Investoren. Für Investoren ist die wichtige Frage, ob sie die Immobilie gut vermieten können. Das hängt von mehreren Faktoren ab. Die Lage spielt eine Rolle, eine gute Verkehrsanbindung ebenfalls und auch die Wirtschaftskraft in der Region. Wichtig ist auch, ob genügend solvente Mieter im Einzugsgebiet leben oder dort hinziehen wollen. Und dann ist natürlich das Objekt wichtig, die Qualität, die Ausstattung.“

Ihrer Einschätzung nach: Wird es in den kommenden Jahren bei den steigenden Preisen für Wohnimmobilien bleiben?
Volker Schrödel: „Das ist nicht leicht vorherzusagen. Einen Preisanstieg wie in den letzten 10 Jahren wird es in dieser Höhe sicher nicht mehr geben. Mittelfristig rechne ich mit moderat steigenden Preisen im Neubau- und stabilen Preisen im Bestandsbereich, denn die Nachfrage nach Wohneigentum übersteigt weiterhin das Angebot. Die Entwicklung wird in Ballungszentren und den angrenzenden Orten aus meiner Sicht so bleiben.“

 

Lohnt sich der Einstieg in ein Immobilieninvestment zum jetzigen Zeitpunkt noch?
Volker Schrödel: „Niedrige Zinsen, große Nachfrage und knappes Angebot – das waren auch 2020 die bestimmenden Faktoren auf dem Immobilienmarkt. Die Corona-Pandemie hat daran nichts geändert, die Konjunkturdelle konnte dem Wohnungsmarkt nichts anhaben.

Laut den Ergebnissen der Studie „Postbank Wohnatlas 2021" waren im Rhein-Main-Gebiet sowie in vielen Metropolen und in ihrem Umland teils kräftige Preissteigerungen im Vergleich zum Vorjahr zu beobachten. In Deutschlands Landkreisen und kreisfreien Städte wurden Wohnimmobilien teurer. Corona und die Erfahrung des Lockdowns haben bei vielen Menschen den Wunsch nach Wohneigentum noch verstärkt und sie haben 2020 Corona-bedingt viel Zeit zu Hause verbracht. Da liegt es nahe, sich Gedanken über die eigenen vier Wände zu machen – und Verbesserungen ins Auge zu fassen. Viele Interessenten, die sich im vergangenen Jahr auf dem Wohnungsmarkt umgesehen haben, hat Corona erst zum Handeln veranlasst. Die Nachfrage reißt nicht ab.

 

Wie werden sich die Mietrenditen entwickeln? Können Sie mit dem Preisanstieg mithalten?
Gerhard Steinbacher: „Weil sich Preise, Mieten und das Wertpotenzial von Immobilien selbst innerhalb von Stadtgrenzen stark unterscheiden, ist häufig ein noch detaillierter Blick, etwa auf einzelne Stadtteile nötig.“

 

Welche Rolle spielt die Bank bei Ihrer erfolgreichen Zusammenarbeit mit den Bauträgern?
Volker Schrödel: „Aufgrund unserer guten Zusammenarbeit mit den Finanzierungsexperten der Postbank leiten wir unsere potenziellen Interessenten gerne zur individuellen Beratung an die Profis weiter. Somit können wir unsere Interessenten innerhalb der Bank bestmöglich und umfassend unterstützen. Darüber hinaus ist auch der Bauträger auf der sicheren Seite.

 

Und wie steht es um die langjährigen Kunden, die eine Bestandsimmobilie besitzen, die in die Jahre gekommen ist?
Gerhard Steinbacher: „Viele unserer Kunden, die in den sechziger und siebziger Jahren ein Eigenheim erworben haben, stehen vor der Herausforderung, dass ihre Immobilie den künftigen Ansprüchen angepasst werden muss. Neben enormen Kosten für die zukunftssichere energetische Sanierung ist oft die Barrierefreiheit ein großes Thema. Wenn wir rechtzeitig für diese Immobilien eine Marktpreiseinschätzung durchführen, können wir mit unserer Kompetenz oft attraktive Lösungen vorschlagen.“

 

Es lohnt sich also, als Immobilien-Eigentümer rechtzeitig mit Ihnen in Kontakt zu treten?
Volker Schrödel: „Es ist eine große Tradition im Unternehmen der Postbank unsere Kunden rechtzeitig über den Wert ihrer Immobilie zu informieren, wenn eine Veränderung ansteht. Dabei wird auch die Frage der weiteren Nutzung in Zukunft in Betracht gezogen.
Mein Tipp: Bei anstehenden Veränderungen an die aktuelle Wohnsituation kann der Eigentümer gleich mit einem Immobilienspezialisten von Postbank Immobilien Kontakt aufnehmen.“

Postbank Immobilien bietet dem Eigentümer eine kostenlose und unverbindliche Online Marktpreiseinschätzung an. Mit nur wenigen Klicks erhält der Eigentümer eine Einschätzung seiner Immobilie. Wir unterstützen gerne im Anschluss bei einer professionellen Marktpreiseinschätzung vor Ort und dem Verkauf der Immobilie.

 

Vielen Dank für das Interview, Herr Steinbacher, Herr Schrödel.

Volker Schrödel

selbstständiger Direktor Immobilien, Filialgebiet Frankfurt/Fulda der Postbank Immobilien GmbH

Gerhard Steinbacher

selbstständiger Immobilienberater, Oberursel der Postbank Immobilien GmbH

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